Norwegischer Stockfisch und Malereien der Lofoten

Die norwegische Mitternachtssonne ist ihr zu hell. Aber sie zaubert ein wunderbares Licht – perfekt zum Malen. Deshalb reist die Bremer Malerin mit norwegischen Wurzeln, Mojkin, während der Schlaf raubenden weißen Nächte auf die Lofoten, eine Inselgruppe vor der Küste Norwegens, wo sie die Berge im einzigartigen Nachtlicht malt. Viel lieber sind ihr aber Frühjahr und Herbst auf den Inseln. Dann entstehen Bilder mit ganz anderer Atmosphäre: Fischerhütten im Schnee, die Inseln bei Nacht, Fischer draußen auf dem Meer. Diese unterschiedlichen Stimmungen präsentiert sie mit ihren Bildern bei der SlowFisch vom 6. bis 8. November in der Messe Bremen.

Seit zehn Jahren reist die Malerin auf die Lofoten und gibt sich ganz der Insel-Atmosphäre hin: Bei Gastwirt Yngvar Aagaard wohnt sie in einem Rorbu. So heißen die traditionellen norwegischen Fischerhütten. Die praktischen Behausungen über dem Wasser haben im Boden eine Öffnung, sodass die Fischer gleich von dort aus ins Boot springen können. Die Fischerei ist noch immer wichtigster Wirtschaftszweig der Region und das Gefangene wird weit über Norwegens Grenzen hinaus geliefert. Wer kennt ihn nicht, den Stockfisch aus Norwegen – Kabeljau, der auf Holzgestellen getrocknet wird, bevor er auf seine Reise in die Welt geht? In Bremen wird er regelmäßig zur Schaffermahlzeit gereicht. Und nun bringen Yngvar und Mojkin ihn zur SlowFisch, wo sie ihn traditionell zubereiten und den Besuchern zur Verkostung anbieten.

„Der Stockfisch passt perfekt zur SlowFisch, die traditionelle Lebensmittel in den Mittelpunkt stellt“, erklärt SlowFisch-Projektleiterin Sabine Wedell. „Unsere Aussteller präsentieren natürliche Produkte, die handwerklich hergestellt werden und frei von Zusatzstoffen sind. Hier kann man regionale Erzeugnisse probieren und bekommt viele Verbraucherinformationen über Fisch und Fischerei.“ So gibt es neben dem Stockfisch bei der Messe auch frischen Kabeljau aus der Barentssee. „Der Kabeljau-Bestand in der Barentssee ist in einem sehr guten Zustand“; berichtet Dr. Christopher Zimmermann, stellvertretender Direktor des Instituts für Ostseefischerei. „Im Gegensatz zum Nordseekabeljau hat sich der nordostarktische Kabeljau in der Barentssee dank eines sehr guten Fischereimanagements und der Eindämmung der illegalen Fischerei erholt. Es gibt genügend Jungfische und auch genug ausgewachsene Fische in diesem Bestand. Alles, was daraus gefangen wird, kann man guten Gewissens verzehren.“

Frisch oder getrocknet – die SlowFisch-Besucher können ein Stück Norwegen schmecken. Wer dann Lust auf mehr bekommt und das nordische Fischerleben genauer kennen lernen möchte, der kann sich auf einen traditionellen Angelurlaub in einem Rorbu begeben. „Hier können Besucher Tradition und Moderne an einem Stück erleben“, sagt Yngvar Aagaard, Geschäftsführer des Hotels Kraemmervika Rorbuer. „Seit mehr als 1000 Jahren produzieren wir auf den Lofoten Stockfisch und noch heute kommen Fischer dafür aus entfernten Landesteilen hierher. Während der Saison wohnen sie dann in den Rorbuer, wo unsere Gäste sie treffen und mit raus aufs Meer fahren können.“ Mehr Informationen dazu und viele weitere Fische und andere Leckereien gibt es auf der SlowFisch.

Die SlowFisch lädt mit den Messen ReiseLust und Caravan vom 6. bis 8. November 2009 zu einem Wochenende rund um Reise und Genuss in die Messe Bremen ein. Ein Ticket gilt für alle Veranstaltungen. Weitere Informationen unter www.slowfisch-bremen.de.

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